Die rEvolution der Liebe in Afrika

 




Mein tiefes Mitgefühl für arme und hungernde Menschen in Afrika begann schon sehr früh. Ich war ungefähr vier oder fünf Jahre alt, als ich mit meiner Mutter am gut gedeckten Frühstückstisch saß. Mein Blick fiel auf die Rückseite der Zeitung die sie las. und dort sah ich das Bild eines armen, hungernden Mädchens, irgendwo in Afrika. Mit großer Verwunderung, und mit der Naivität eines Kindes sah ich meine Mutter an und fragte sie, warum bin ich ich und nicht dieses arme Mädchen.

Wie konnte es sein das ich in einem schönen Haus aufwachse, wo wir immer Essen auf dem Tisch habe, während es hungernde Kinder gibt wie dies, das ich auf dem Bild gesehen habe.

Ich weiß nicht mehr genau was ihre Antwort war, aber diese kleine Begebenheit soll nur zeigen, wie ich schon mein ganzes Leben lang ein sehr großes Herz für arme und hungernde Menschen hatte.

Ungefähr 40 Jahre später fing ich dann an, Menschen von Afrika über das Internet zu treffen.

Unter ihnen war Mayea Gaye, eine Witwe und Flüchtling aus Liberia, die ihr Land nach dem Bürgerkrieg, der dort 1989 begann, verlassen hatte.  



Sie sprach mit mir über ihre Vision, eine Menschenrechtsorganisation zu gründen, um den vielen Armen, Flüchtlingen, Witwen und Waisen in Afrika zu helfen. Was mich am meisten beeindruckte war ihre Leidenschaft, anderen Menschen zu helfen, die genau wie sie, ihr Zuhause verloren haben, und jetzt unter sehr schwierigen Lebensbedingungen in einem sehr dreckigen Flüchtlingslager leben.

Nach vielen Gesprächen wurde uns klar das eine Unmenge von Menschen dort Hilfe benötigt um ihr kurzfristigen Bedürfnissen für Lebensmitte und Medizin zu stillen, aber dies ist wie ein Tropfen Wasser auf einem heißen Stein; Es hilft für einen Moment, aber dann, nach einer Weile sind sie wieder in Not, und benötigen mehr Hilfe.

Wir sprachen dann über die alte Weisheit: 

Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. 
Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.

Uns wurde klar, um armen Menschen in Afrika langfristig zu helfen, benötigen sie Bildung, nicht nur Akademisch, aber vor allen Dingen eine Erziehung des Herzens, des Geistes und der Seele, um sie dahingehend zu befähigen an sich selbst zu glauben, und ihre eigene Fähigkeit, positive Veränderung zu schaffen, anstatt nur von der Hilfe anderer abhängig zu sein.

Damals lebte ich noch in San Francisco und war der Begünstigte einer Erbschaft. Aus diesem Grund war ich in der Lage, ihr die notwendigen Mittel, ungefähr $1500 zu schicken, die ihr erlaubten, ein kleines Geschäft auf dem Flüchtlingslager zu betreiben, sauberes Trinkwasser zu verkaufen. Mit dem Umsatz dieses Unternehmens konnte sie sich selber, ihre Tochter, und 2 andere Menschen unterstützen. 

Seit dieser Zeit traf ich viele mehr Menschen aus ganz Afrika, vor allem Ghana, aber auch andere in Liberia, Kenia, Uganda, Kamerun, Nigeria, der Elfenbeinküste und einigen anderen afrikanischen Ländern. Die meisten von ihnen sind extrem arm, aber unter ihnen sind auch solche, die ihre eigenen Organisationen und Waisenhäuser leiten. 

Die Mehrheit unserer Mitglieder sind Waisen-Jungen und Mädchen im Alter von 12-26 Jahren, die ihre Eltern während des Bürgerkriegs in Liberia verloren haben, um die sich niemand kümmert, und die seit vielen Jahren in völliger Armut und unter schrecklichen Lebensbedingungen auf dem Buduburam Flüchtlingslager in Ghana, in der Nähe der Hauptstadt Accra leben

Nachdem ich immer mehr bedürftige Menschen aus Afrika online getroffen habe, entwickelte ich Idee von HEARTHS, kurz für „HElping African Refugees To Help themSelves“, was übersetzt so viel bedeutet wie: „Helfen Afrikanischen Flüchtlingen sich selber zu helfen”.




Durch Facebook kommuniziere ich täglich mit unseren Mitgliedern, um sie mit Liebe und Fürsorge zu ermutigen, mit anderen Mitglieder zusammen zu arbeiten und kleinen Projekte anzufangen, um ihre persönliches Engagement zu demonstrieren.

Während es eine gute Idee ist, Leute online durch regelmäßige Gespräche zu inspirieren, es ist nicht genug. Mir wurde dann bewusst es auch wichtig ist, Gruppentreffen Vorort in Ghana zu organisieren. 

Dies ist einfacher gesagt als getan, denn das Leben für einen armen Menschen in Afrika ist ein täglicher Kampf ums Überleben und der Suche nach Nahrung, so dass die meisten von ihnen eher egoistisch sind und nicht einmal daran interessiert sind, etwas neues lernen zu wollen.

Um unsere Mitglieder zu motivieren, an den Treffen teilnehmen zu wollen, fing ich dann an, mit einigen der prominentesten Personen aus der Gruppe zusammenzuarbeiten. Mit ihrer Hilfe, und mit etwas finanzieller Unterstützung führten sie Gruppentreffen durch, in denen Speisen und Getränke angeboten wurden. Eine Person aus der Gemeinde sprach dann über die eher revolutionäre Idee sprach, dass, obwohl die Menschen arm und ungebildet sind, sie die Macht haben, positive Veränderungen zu bewirken, indem sie anfangen, sich mit anderen zu vereinen und einander zu helfen.








Dies ist eine sehr selbstbefähigende und auch ziemliche revolutionäre Idee, die von dem Großteil unseren Mitgliedern zutiefst geschätzt wird, aber unser größtes Problem liegt in der Finanzierung unseres Projektes.  Seitdem ich HEARTHS in 2013 auf Facebook gegründet habe, bin ich der einzige der hier und da ein bisschen Geld spendet, um einige Projekte zu unterstützen, wie zum Beispiel Gruppentreffen auf dem Flüchtlingslager in Ghana, und ich helfe auch ein paar unserer kranken Mitglieder, aber allein kann nicht viel erreichen.

Neben finanzieller Unterstützung brauchen wir auch Dinge wie zum Beispiel pädagogische Bücher und Schreibmaterialien, gut funktionierende Handys, sowie einen Laptop um die Situation unser Mitglieder und den Fortschritt unserer Gruppe zu dokumentieren.

Wir würden auch gerne einen Büroraum auf dem Flüchtlingslager in Ghana als zentralen Treffpunkt für die Gruppe mieten, für regelmäßige Workshops, als Beratungsstelle für viele der traumatisieren Jugendlichen, sowie auch als Platz um ein Geschäft zu betreiben, um die verschiedenen Projekte und Aktivitäten der Gruppe zu finanzieren.

Es ist auch mein Wunsch, mit anderen Philanthropen und Organisationen zusammenzuarbeiten, die uns helfen können, eine starke Organisationsstruktur zu entwickeln. Eine unserer großen Herausforderungen, neben dem Mangel an Finanzierung, ist, dass wir noch nicht offiziell registriert sind. Lemuel Taylor, der Direktor und Koordinator von HEARTHS in Ghana, will gegen Ende Februar nach Liberia zurückkehren und dort die Gruppe registrieren. Dafür hat er schon einige der dafür notwendigen Dokumente zusammengestellt, aber es ist auch wichtig, HEARTHS in nicht-afrikanischen Ländern zu registrieren, wie zum Beispiel hier in Deutschland, aber vielleicht auch in den USA, wo ich lange Zeit gelebt habe und auch viele Kontakte dort habe.

Ich selber bin nur eine Person mit einem sehr großen Herzen, aber einem sehr begrenzten Einkommen, und mir fehlen auch die praktischen Kenntnisse um eine solche Organisation hierzulande zu registrieren. Deshalb würde ich mich sehr darüber freuen, ein Team von gleichgesinnten, engagierten und herzensguten Menschen zu finden, die das notwendige Wissen besitzen, und uns dahingehend unterstützen können, eine offizielle registrierte Hilfsorganisation werden, die viele der armen und hilfsbedürftigen Menschen in Afrika helfen kann, sich selber zu helfen.

Es wäre auch großartig, wenn wir einer bestehenden Organisation beitreten könnten, die bereits in Afrika humanitäre Arbeit leistet, oder die uns damit helfen kann, indem sie Freiwillige nach Ghana, oder andere afrikanische Länder wo HEARTHS existiert, sendet, um unserer Mitglieder dort zu unterstützen.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere englischsprachige Website auf http://hearths.webs.com/, den englischsprachigen Blog unserer Gruppe auf
https: //love4hearths.wordpress.com/, sowie unsere Facebook Gruppe auf https://www.facebook.com/groups/helpingafricanrefugees2helpthemselves/



Mit herzlichen Grüßen,

Christoph Ebert
Gründer von HEARTHS

0171 7516773

christoph@keinding.com












Comments

Popular posts from this blog

Frieden ist Kein Ding

Der Baum des Lebens